| Tabelle | Sp. | Pt. | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | FC Gränichen 1 | 12 | 27 | |
| 2. | FC Gontenschwil 1 | 12 | 25 | |
| 3. | KF Liria | 12 | 25 | |
| 4. | FC Beinwil am See 1 | 12 | 25 | |
| 5. | FC Aarau 2 | 12 | 21 | |
| 6. | SC Zofingen 2 | 12 | 19 | |
| 7. | FC Küttigen 1 | 12 | 17 | |
| 8. | SC Schöftland 2 | 12 | 14 | |
| 9. | FC Entfelden 2 | 12 | 13 | |
| 10. | FC Muhen 1 | 12 | 10 | |
| 11. | FC Mladost Aarau | 12 | 7 | |
| 12. | FC Niedergösgen 1 | 12 | 6 | |
neue Mitglieder aufgenommen werden womit dem Verein 33 Aktive angehörten. Lange Diskussionen bewirkten den Beschluss, dem Solothurnischen Fussballverband beizutreten, damit beide Mannschaften, die gebildet werden konnten, an der Meisterschaft teilnehmen konnten. Etwas später erfolgte die Anmeldung in den Schweizerischen Fussballverband.
Im April 1933 wurde das Training unter dem neuen Trainer Brendle aus
Aarau übernommen, einem damals bekannten Fussballstar. Der Vertrag mit
ihm illustriert uns deutlich die derzeitigen Verhältnisse im Verein. Die
fünf Franken, welche ihm pro Training bezahlt werden mussten, hatten die Spieler zu
berappen. Jeder Spieler, ob er trainierte oder nicht, musste seinen Obolus leisten, indem er 20 Rappen ablieferte…
Bereits 1933 wurden für unseren Verein Statuten nach dem Vorbild des FC
Blue Stars geschaffen, die bis 1950 in Kraft blieben. Bereits im April
1935 erfolgte der Übertritt in den Aarg. Fussballverband. Als Grenzclub
jener Region belasteten
die weiten Reisen das Vereinsbudget allzu stark.
Man bedenke. Zu jener Zeit fuhr man mit dem Velo an die Auswärtsspiele.
Auf den Gepäckträgern wurden Koffer aller möglichen Ausmasse und
Ausführungen festgebunden.
Wechselnde Erfolge der am Meisterschaftsbetrieb teilnehmenden Mannschaften interpretierten das laufende Vereinsgeschehen. Von den Folgen des im Jahre 1939 eingetretenen Zweiten Weltkrieges blieb auch der FC Niedergösgen nicht verschont.
Fast alle Aktivspieler standen im Wehrkleid. Die Meisterschaft 1939/40
wurde sistiert. Der FC Schönenwerd und der FC Niedergösgen kramten alle
zur Verfügung stehenden Spieler zusammen, bildeten eine kombinierte
Mannschaft und bestritten so die inoffizielle „Kriegsmeisterschaft".
Nachdem sich der Meisterschaftsbetrieb einigermassen zu normalisieren
begann, konnte wenigstens eine Mannschaft gebildet werden. Diese
Mannschaft hat in der Vereinsgeschichte des FC Niedergösgen einen
wichtigen Grundstein gelegt. Man schrieb damals die Saison 1942/43.
wenn auch mit gemischten Gefühlen, wurden als Saisonziel die
Gruppenmeisterschaft in der 4. Liga und der Aufstieg in die 3. Liga
anvisiert. Ein Unterfangen, das mit Blick auf die sich abzeichnenden
Widerwärtigkeiten einiges an Mut und Zuversicht beinhaltete. Die Präsenz
der Spieler, die sich im Aktivdienst befanden, war Sonntag für Sonntag
ungewiss. Doch elf Spieler, selten waren es mehr, standen immer zur
Verfügung.
Schon bald erhielt der Verein einen Dämpfer, welcher gar seine Existenz
in Frage stellte. Denn eines Tages wurde auf dem Fussballplatz „Neufeld"
mit dem Pflug gearbeitet und die Längshälfte gepflügt, ohne dass der
Verein vorgängig dieser Massnahme darüber orientiert wurde. Der damalige
Gemeindeschreiber erklärte etwas notdürftig, dies sei gestützt auf eine
Verfügung der kantonalen Ackerbaustelle im Zuge der „Anbauschlacht"
(Plan Wahlen) erfolgt. Guter Rat war nun wirklich teuer. Der auf dem
Fussballplatz kommandierende Ackerbaukommissar vertrat die witzige Auffassung, man könne ja auf der nicht gepflügten Hälfe weiterspielen
... Dabei beinhaltete die noch ungepflügte Fläche eine Länge von 90 Metern und eine Breite von nur 31 Metern!! Eine Beschwerde bei der kantonalen Ackerbaustelle hatte zur Folge, dass die Bürgergemeinde dem Verein auf dem Inseli ein Grundstück zur Verfügung stellte auf welchem ein
Fussballplatz hergerichtet werden konnte.
Ab Saison 1953/54 konnte Ernst Eggenschwiler als Trainer
verpflichtet werden. Mit ihm begann wohl eine neue Ära des
Fussballspielens beim FC Niedergösgen. Er setzte ganz neue Werte,
weshalb sich recht bald die erhofften Erfolge einstellten. Ernst
Eggenschwiler brachte es fertig, zum erstenmal eine Spitzenmannschaft
der 3. Liga aufzubauen. In den Jahren 1955, 1956 und 1957 wurde
hintereinander der Gruppenmeistertitel erkämpft, die drei folgenden
Jahre musste man mit dem 2. oder 3. Rang vorlieb nehmen. Der Tupfen auf
dem i, sprich Aufstieg in die 2. Liga wurde mit viel Pech aber nicht
erreicht.
Das Meisterschaftsjahr 1963/64 war das erfolgreichste Jahr seit bestehen des Vereins. Die Gösger Elf gewann ohne jegliche Strafpunkte!! die Meisterschaft. Mit einer unwahrscheinlichen Leistungsbilanz hatte sie sich für die Finalspiele qualifiziert. Das erste Aufstiegsspiel zu Hause gegen Suhr wurde nach einem Klassespiel 6:0 gewonnen. Das Auswärtsspiel gegen den zweiten Finalgegner Bremgarten wurde am 7. Juni 1964 ebenfalls gewonnen (2:1), was zum Regionalmeistertitel und gleichzeitigem Aufstieg in die 2. Liga berechtigte. Ein Wunschtraum aller Anhänger war in Erfüllung gegangen. Nicht der Aufstieg allein, sondern die Art und Weise wie er erreicht worden war, wusste die Anhängerschaft zu begeistern. Wenn man bedenkt, dass unser Fussballclub seit 10 Jahren, also seit 1954, immer in den drei ersten Rängen der 3. Liga zu finden war, so darf von einem verdienten Aufstieg in jeder Beziehung gesprochen werden.
Die 1. Mannschaft bekundete danach
etliche Mühe und konnte sich nur knapp in der Saison 1965/66 in der 2.
Liga halten. Grund war vielleicht, dass Spielertrainer Rüetschi während
der Saison einen Beinbruch erlitt.
Für das Fussballjahr 1966/67 wurde
als neuer Trainer Werner Zimmermann engagiert doch die Mannschaft
bekundete wiederum Mühe die Ligazugehörigkeit zu behalten. Trainer
Zimmermann wurde wegen ungenügender Leistungen entlassen und so sprang
für die Saison 1967/68 Edwin Wernli in die Lücke. Nun war auch die Zeit
gekommen, dass der Verein einen neuen Sportplatz brauchte. An der
Gemeindeversammlung 1966 wurde der nötige Kredit bewilligt. Am 3. August
1969 wurde der neue Sportplatz mit dem Spiel La Chaux-de-Fonds - Aarau
eingeweiht. Im Vorspiel massen sich die Teams von Aarau Reserven gegen
unsere 1. Mannschaft.
Das Fanionteam gewann anlässlich der
Sportplatz-Einweihung das Vorbereitungsspiel gegen die starken
Nationalliga-Reserven von Aarau. Doch bald nach den ersten
Meisterschaftsspielen riss der Faden. Die Mannschaft verlor die meisten
Spiele. Es kamen Unstimmigkeiten auf und die Lage verschlechterte sich
zunehmend auch bei den übrigen Mitgliedern. Die Mannschaft konnte sich
nicht mehr retten und musste den Weg in die 3. Liga zurück antreten. An
der Generalversammlung wollte der gesamte Vorstand in globo
zurücktreten. Einige besonnenere Mitglieder brachten es zu guter Letzt
fertig, die teilweise stürmisch verlaufenen Sitzung zu retten. Die
Vorstands-mitglieder stellten sich für eine weiter Periode zur
Verfügung. Die aufgebrachte Stimmung nahm jedoch kein Ende. Bereits eine
Woche später verlangte eine von 40 Mitgliedern unterzeichnete Petition
die Einberufung einer ausserordentlichen GV. Der soeben neu gewählte
Trainer wurde von diesen Mitgliedern nicht akzeptiert.
Präsident Bruno Meier wollte unter diesen Umständen nicht mehr weiter machen, und die am 21. August 1970 neu einberufene Versammlung stand vor der Tatsache, dass neben einem neuen Trainer auch ein neuer Präsident zu suchen und zu wählen war. Max Meier, bereits zum drittenmal
als Präsident, und Franz Grossmann als Spielertrainer übernahmen die Aufgabe das Schiff auf Kurs zu halten. Die Saison 1975/76 dürfte als
eine der negativsten in die Vereinsgeschichte eingehen. Durch interne
Querelen kam es zu verschiedenen Austritten im Vorstand und unter den
Mitgliedern. Sportlich auf dem Nullpunkt, die 3.Liga-Mannschaft konnte sich auf dem zweitletzten Platz nur knapp aus dem Abstiegskampf retten, war wohl
nichts anderes zu erwarten.
Die konstant besseren Resultate der
letzten Jahre liessen die Vereinsleitung zu neuen Zielen bewegen. Man
wollte einen Wunsch verwirklichen nämlich nach Möglichkeit bis zum
Jubiläum von 1980 den Aufstieg in die 2. Liga zu erreichen. Doch damit
waren vermutlich Trainer Schmid und seine Leute nicht einverstanden. Sie
übertrafen sämtliche Erwartungen bereits frühzeitig. In einer sehr
guten Vorrunde konnte der Winter-Meistertitel gefeiert werden. Wie ernst
es unsere Spieler und Betreuer meinten, beweist die Tatsache, dass die
Rückrunde mit einem einwöchigen Trainingslager in Jugoslawien in Angriff
genommen wurde. Die Folgen dieses Trainingslagers blieben nicht aus.
Konnte doch der FC Niedergösgen zum ersten Mal seit zehn Jahren den
Gruppensieg mit einem deutlichen Vorsprung von 7 Punkten erringen.
Zusammen mit Zurzach und Seon galt es den Aufsteiger zu ermitteln. Das
erste Spiel auswärts in Zurzach ging nach hartem Kampf und einigem Pech
1:0 verloren.
Überraschend gelang Zurzach gegen das heimstarke Seon nochmals ein Sieg, was den Regionalmeistertitel bedeutete. Die Begegnung Niedergösgen-Seon hatte über den zweiten Aufsteiger zu entscheiden. Vor der prächtigen Kulisse von knapp 1000 Zuschauern wurde das Vereinsziel am 8. Juni 1980 erreicht. Mit einer beeindruckenden Leistung gelang Fredy Schmid und seiner Mannschaft ein undiskutabler 3:0 Sieg. Genau 16 Jahre nach der erstmaligen Angehörigkeit zur höchsten Regionalklasse war der Wunsch eines jeden Vereins wieder in Erfüllung gegangen.
Vier Jahre später, in der Saison 1984/85, musste man erneut den Abstieg in die 3. Liga antreten. Von diesem Rückschlag konnte sich der Verein
für längere Zeit nicht mehr erholen.
Präsident Andi Meier bewies eine
glückliche Hand, als er Roland Gruner, ein profunder Kenner des Regionalfussballs, 2001/02 als Trainer verpflichtete.
Nachdem man jahrelang in der 4. Liga herumgurkte, musste eine Änderung herbeigeführt werden oder der Verein hätte sich aufgelöst. Innerhalb von 4 Saisons stieg man von der 4. Liga, in der Saison 2003/04 in die 2. Liga Inter auf. Das Jahr 2004 war eines der erfolgreichsten des Vereins auf sportlicher Ebene. Nebst dem Aufstieg in die 2. Liga Inter gewann man auch den Aarg. Cup auf eindrückliche Art und Weise.
Der FC Niedergösgen zerriss in den
Anfängen weder im Aarg. Cup noch im Schweiz. Cup grosse Stricke. Erst
mit dem Aufstieg in die 2. Liga 2003/2004 begann man an einen Cup-Erfolg
zu glauben. Der gute Lauf in der Meisterschaft liessen auch die
Cup-Spiele erfolgreich zu gestalten. Obwohl sämtliche Cup-Spiele
auswärts ausgetragen werden mussten (die Auslosung ergab es so) stiess
man bis in den Final vor. Im Cup-Final in Lenzburg liess man dem Gegner
Mellingen ebenfalls keine Chance und gewann den Final vor einer grossen
Zuschauerkulisse klar 5:2.
Am 18. September 2004 konnte erstmals am wisscom-Cup teilgenommen
werden. Das Los brachte uns mit den FC Aarau aus der Super League einen
übermächtigen Gegner der uns vor über 2000 Zuschauern eine klare Lektion
erteilte (0:9). Schiedsrichter war übrigens der bekannte FIFA-Ref Urs
Meier.
Zusammenfassung erstellt durch Max Buser